2015-2016 A2: Preisträgerkonzert 01.11.2015

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Sonntag, 1. November 2015, 20 Uhr

Stadthalle Bayreuth, Großes Haus

 

Preisträgerkonzert

des 8. Internationalen

FRANZ-LISZT-Wettbewerbes

 

Arseni Sadykov, 3. Preis

R. Wagner/F. Liszt: Isoldes Liebestod aus Tristan und Isolde (S 447)

​​F. Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 12

Dina Ivanova, 2. Preis

F. Liszt: Grandes Études de Paganini (S 140)

Alexey Sychev, 1. Preis

F. Liszt: La lugubre gondola I (S 200/1)

F. Liszt: Grandes Études de Paganini: La Campanella (S 140/3)

F. Liszt: Années de Pèlerinage II (Italie): Venezia e Napoli: Nr. 3 Tarantella

F. Schubert/F. Liszt: 12 Lieder von Schubert: Erlkönig (S 558/4)

 

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 Liszt Wettbewerb Foto Guido Werner

LISZT LOCKT WIEDER: DER 8. INTERNATIONALE FRANZ LISZT KLAVIERWETTBEWERB WEIMAR – BAYREUTH VERLANGT FINGERFERTIGKEIT

20. Oktober - 1. November 2015

Anmeldeschluss: 20. Juli 2015

Budapest, Utrecht – und Weimar: Längst ist der in Kooperation mit der Stadt Bayreuth ausgerichtete Weimarer Liszt-Wettbewerb einer der drei international bedeutsamsten, die dezidiert das Werk Franz Liszts ins Zentrum des Leistungsvergleichs stellen. 

Vom 20. Oktober bis 1. November 2015 laden nun die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und die Stadt Bayreuth zum 8. Internationalen FRANZ LISZT Klavierwettbewerbs Weimar – Bayreuth ein. Nach der ersten Runde in der Wagner-Stadt zieht der Wettbewerb für die weiteren Wertungsrunden nach Weimar um. Anmeldeschluss ist der 20. Juli 2015. 

Während die erste Runde in Bayreuth ausgetragen wird (20.–25.10.), wechseln die Teilnehmer für die zweite (27. / 28.10.) sowie die dritte Runde (29. / 30.10.) in das Fürstenhaus der Weimarer Musikhochschule. Besser lässt sich eine Vergleichbarkeit nicht herstellen: Liszts majestätische h-Moll-Sonate ist der alleinige Programmpunkt in der dritten Wertungsrunde. 

Die international besetzte Jury unter Vorsitz der Weimarer Klavierprofessorin Gerlinde Otto entscheidet dann, wer am 31. Oktober 2015 um 19:30 Uhr beim Finalkonzert in der Weimarhalle mit der Staatskapelle Weimar Liszts Klavierkonzerte bzw. den "Totentanz" aufführen dürfen. 

Das Preisträgerkonzert wird dann wiederum in Bayreuth zu erleben sein: Die Gewinner spielen am 1. November um 20:00 Uhr in der Stadthalle Bayreuth Werke aus ihrem Wettbewerbsprogramm.

Zur Jury gehören neben Gerlinde Otto auch Rolf-Dieter Arens (Deutschland), Paul Badura-Skoda (Österreich), Wolfgang Döberlein (Deutschland), Manana Doijashvili (Georgien), Janina Fialkowska (USA / Kanada / Polen), Young-Lan Han (Südkorea), Leslie Howard (Großbritannien), Vadim Monastyrski (Israel) und Stefan Vladar (Österreich). 

Der international besetzten Jury obliegt die Entscheidung, die Preise im Gesamtwert von 25.000 Euro an die größten Talente zu vergeben. Der 1. Preis des Wettbewerbs ist mit 12.000 Euro, der 2. Preis mit 8.000 Euro und der 3. Preis mit 5.000 Euro dotiert. Hinzu kommen Sonderpreise, Anschlusskonzerte und eine Rundfunkproduktion. 

Das verlangte Wettbewerbs-Repertoire legt in allen Wertungsrunden einen deutlichen Fokus auf das Klavierwerk Franz Liszts. Ausnahmen sind in der ersten Runde Werke von Bach und Chopin sowie in der zweiten Runde eine Beethoven-Sonate und eine Ligeti-Etüde. Aus dem Oeuvre Liszts erklingen unter anderem Liedtranskriptionen, Etüden, weitere Werke nach Wahl, in der dritten Runde dann die h-Moll-Sonate sowie im Finale seine beiden Klavierkonzerte bzw. der "Totentanz".

Der vor 20 Jahren von der Weimarer Musikhochschule ins Leben gerufene Wettbewerb wird maßgeblich vom Freistaat Thüringen, von der Stadt Bayreuth und der Oberfrankenstiftung finanziert. Unterstützung leistet auch die NEUE LISZT STIFTUNG WEIMAR. Die künstlerische Leitung übernimmt Prof. Rolf-Dieter Arens. 

 

Die Jury hat entschieden: Alexey Sychev gewinnt den 8. Internationalen FRANZ LISZT Klavierwettbewerb Weimar – Bayreuth

Die Preisträger des Liszt-Wettbewerbs (v.l.n.r.): Alexey Sychev, Dina Ivanova und Arseni Sadykov

DIE JURY HAT ENTSCHIEDEN: ALEXEY SYCHEV GEWINNT DEN 8. INTERNATIONALEN FRANZ LISZT KLAVIERWETTBEWERB WEIMAR – BAYREUTH

Die Würfel sind gefallen: Alexey Sychev aus Russland gewann den mit 12.000 Euro dotierten 1. Preis des 8. Internationalen FRANZ LISZT Klavierwettbewerbs Weimar – Bayreuth. In der vierten, finalen Runde interpretierte der 27-Jährige am Samstagabend, 31. Oktober 2015 in der ausverkauften Weimarhalle das Es-Dur-Klavierkonzert Franz Liszts gemeinsam mit der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Martin Hoff. 

Den mit 8.000 Euro dotierten 2. Preis erspielte sich die 20-jährige Russin Dina Ivanova. Den 3. Preis in Höhe von 5.000 Euro, gestiftet von der NEUEN LISZT STIFTUNG WEIMAR, gewann der 26-jährige Weißrusse Arseni Sadykov, der an der Weimarer Musikhochschule in der Klasse von Prof. Gerlinde Otto studiert.

Nicht nur begleitet, sondern zudem noch musikalisch gerahmt wurde diese spannende Endrunde durch die Staatskapelle Weimar mit Richard Wagners Rienzi-Ouvertüre und dessen Lohengrin-Vorspiel. Der 8. Internationale FRANZ LISZT Klavierwettbewerb Weimar – Bayreuthwurde von der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in Kooperation mit der Stadt Bayreuth veranstaltet. 

Maßgeblich finanziert wurde der Wettbewerb vom Freistaat Thüringen, von der Stadt Bayreuth und der Oberfrankenstiftung. Unterstützung leisteten auch die NEUE LISZT STIFTUNG WEIMAR, die Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne Bayreuth sowie das Dorint Hotel in Weimar. 

Der Sonderpreis für die beste Interpretation der Sonate h-Moll von Franz Liszt in Höhe von 1.000 Euro, gestiftet vom Grand Hotel Russischer Hof, ging ebenfalls an Alexey Sychev – wie auch der mit 1.000 Euro dotierte Publikumspreis, gestiftet vom Vorsitzenden des Hochschulrates der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Georg Krupp. 

Mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation einer Operntranskription von Richard Wagner/Franz Liszt in Höhe von 1.000 Euro, gestiftet von der Deutschen Liszt-Gesellschaft, wurde der 25-jährige deutsche Wettbewerbs-Halbfinalist Florian Glemser geehrt. 

Das Stipendium für den begabtesten osteuropäischen Teilnehmer (Preisträger ausgenommen) für ein Semester an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, gestiftet von Dr. Rainer Braunschweig (München), erhielt Eka Bokuchava aus Georgien. 

Die Preisträger des 8. Internationalen FRANZ LISZT Klavierwettbewerbs sind am Sonntag, 1. November um 20:00 Uhr noch einmal in der Stadthalle Bayreuth zu erleben: Dort interpretieren Sie beim Preisträgerkonzert solistische Werke aus ihrem Wettbewerbsprogramm. Das Konzert wird mitgeschnitten und am Dienstag, 17. November um 20:05 Uhr auf MDR FIGAROausgestrahlt. 

Insgesamt 57 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zum Wettstreit angereist. Während die erste Runde im Wagnersaal der Musikschule Bayreuth ausgetragen wurde (21.-25.10.), wechselten die Teilnehmer für die zweite (27./28.10.) sowie die dritte Runde (29./30.10.) in das Fürstenhaus der Weimarer Musikhochschule – beide Runden wurden im Live-Stream auch im Internet übertragen. 

Zu den Juroren gehörten neben der Jury-Vorsitzenden Gerlinde Otto auch Rolf-Dieter Arens (Deutschland), Paul Badura-Skoda (Österreich), Peter Cossé (Österreich), Wolfgang Döberlein (Deutschland, nur 1. Runde), Manana Doijashvili (Georgien), Janina Fialkowska (USA/ Kanada/ Polen), Young-Lan Han (Südkorea), Vadim Monastyrski (Israel) und Stefan Vladar (Österreich). 

Nähere Informationen: www.hfm-weimar.de/liszt 

Alexey Sychev, Russland 
Bereits als Zehnjähriger debütierte Alexey Sychev mit Beethovens 1. Klavierkonzert. Solorezitals gab der 1988 in Lipezk geborene Russe inzwischen weltweit – in Israel, Marokko, Brasilien, Chile oder den USA. Als Solist mit Orchestern trat er in Russland, Westeuropa und Südamerika auf. Nach dem Abschluss seines Studiums am Staatlichen Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau setzt Sychev seine Studien derzeit an der Universität Mozarteum in Salzburg fort. Zuletzt gewann er Erste Preise bei Klavierwettbewerben in Marokko, Italien und den USA (alle 2012) und in Chile (2014). In diesem Jahr erspielte er sich den 2. Preis beim 57. Jaen International Piano Competition (Spanien). Beim Tschechischen Rundfunk nahm er bereits eine CD auf. 

Dina Ivanova, Russland 

Die 20-jährige Pianistin nahm bereits als 11-Jährige an ihren ersten Leistungsvergleichen teil. Inzwischen kann sie auf eine Vielzahl von Erfolgen und Preisen bei internationalen Klavierwettbewerben für junge Pianisten zurückblicken: 2006 in Moskau, 2007 in Pjatigorsk, 2008 in Lipezk – und in den darauf folgenden Jahren u. a. in Charkiw in der Ukraine und erneut in Moskau (2013). Beim 1. Manja International Piano Competition in Montenegro gewann sie den 3. Preis. Derzeit studiert Dina Ivanova am Staatlichen Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Sie wurde durch das Programm Talented Russian Children sowie den Fonds Russian Performer’s Art gefördert. 

Arseni Sadykov, Weißrussland 

Schon einmal war er in diesem Jahr erfolgreich: Beim Internationalen Klavierwettbewerb im französischen Lagny-sur-Marne gewann Arseni Sadykov den 1. Preis. Der junge Weißrusse, 1989 in Polazk geboren, studierte zunächst an der Musikhochschule in Minsk und am Konservatorium „Claudio Monteverdi“ in Bozen. Zurzeit absolviert er ein Masterstudium in der Klasse von Prof. Gerlinde Otto an der Weimarer Musikhochschule. Sadykov ist u.a. Preisträger des Wettbewerbs „Neue Sterne“ (Deutschland, 2014) und des Internationalen „Giuliano Pecar“ Klavierwettbewerbs Gorizia (Italien, 2012). Beim 7. Internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerb Weimar–Bayreuth 2011 wurde er mit einem Sonderpreis als bester osteuropäischer Teilnehmer ausgezeichnet.

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