2014-2015 A4: Staatskapelle Weimar

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 Mittwoch, 26. November 2014, 20 Uhr

Stadthalle Bayreuth, Großes Haus

 

Staatskapelle Weimar

 

Dirigent: Martin Hoff

Solistin: Johanni van Oostrum, Sopran

 

Richard Strauss: Tod und Verklärung" op. 24 

Richard Strauss: Morgen" op. 27/4

Richard Strauss: Vier letzte Lieder" AV 150

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“

 

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STAATSKAPELLE WEIMAR             

Die Staatskapelle und die Klassikerstadt Weimar sind eine historisch gewachsene Verbindung, die weit über Deutschland hinaus wirkt und national wie international eine zentrale kulturelle Bedeutung als Garant für Qualität im Dialog von Tradition und Moderne genießt.
Die Staatskapelle Weimar ist eines der traditionsreichsten Orchester der Welt. Begründet wurde sie 1491 vom Kurfürsten Friedrich III.; Herzogin Anna Amalia verankerte 1756 das Orchester als musikalische Trägerinstitution im »Klassischen Weimar«. Unter der Erbgroßherzogin Maria Pawlowna wirkten ab dem 19. Jahrhundert bedeutende Persönlichkeiten, unter ihnen der Mozart-Schüler Johann Nepomuk Hummel, an der Spitze des Orchesters. Die große Rolle der Hofkapelle in und für Weimar belegt auch das Engagement Franz Liszts als Hofkapellmeister (1848-1858), der in Weimar Uraufführungen zahlreicher zeitgenössischer Werke initiierte und 1849 Wagners Tannhäuser zur Aufführung brachte. Wagner betraute Liszt daraufhin mit der Uraufführung seines Lohengrin, der 1850 in Weimar erstmals über die Bühne ging.

Mit Richard Strauss, 1889 bis 1894 als 2. Kapellmeister in Weimar, traf erneut ein bald darauf führender Dirigent und Komponist mit der Kapelle zusammen und verhalf ihr zu beachtlichem qualitativem Aufschwung und zu wachsendem Renommee. Strauss leitete in Weimar die Uraufführung seines Opernerstlings Guntram sowie die Uraufführung von Humperdincks Hänsel und Gretel. Darüber hinaus erblickten auch seine Orchesterwerke Don Juan, Macbeth und Tod und Verklärung durch die Weimarer Hofkapelle erstmals das Licht der Bühne. 1919 wurde das Orchester zur Weimarischen Staatskapelle ernannt.

Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der positiven Entwicklung vorübergehend ein Ende gesetzt. Doch unter dem GMD und Chefdirigenten Hermann Abendroth entwickelte sich nach 1945 in kurzer Zeit eine neu formierte Staatskapelle, die schnell wieder beachtliche Größe und Qualität erlangte und zu einem der führenden deutschen Klangkörper heranwuchs.

Nach 1990 auf nahezu 100 Musiker verstärkt, setzt die Staatskapelle Weimar weiterhin auf die Kombination einer bewussten Pflege ihrer großen Traditionen mit innovativen Aspekten und einem ständig erweiterten Repertoire. Ab 2003 führte die Institution eines »Composer in Residence« mit Christian Jost, Aribert Reimann und Wolfgang Rihm drei herausragende Gegenwartskomponisten zu regelmäßiger Zusammenarbeit mit der Staatskapelle nach Weimar.

Das vielfältige Konzertangebot der Staatskapelle in ihrer Heimatstadt Weimar besteht aus einer hochkarätigen Sinfoniekonzertreihe, aus Sonderkonzerten (u.a. in Kooperation mit dem von Nike Wagner geleiteten »pèlerinages« Kunstfest Weimar), aus Film-, und Kammerkonzerten, einem vielfältigen Konzertangebot für  Kinder und Jugendliche sowie sommerlichen Open air-Konzertnächten. Renommierte Solisten und Dirigenten arbeiten mit der Staatskapelle Weimar zusammen.

Diverse CD-Einspielungen spiegeln eindrucksvoll das vielfältige Repertoire des Orchesters von Mozart über Liszt, Wagner, Strauss und Furtwängler bis in die Moderne.

Auch international ist die Staatskapelle Weimar als erstklassiges Konzertorchester gefragt und gastierte zuletzt u.a. in Spanien, Italien, Österreich bei den Dresdner Musikfestspielen, in der Leipziger Thomaskirche, beim Prager Herbst und beim Beethovenfest in Bonn sowie in zahlreichen großen Konzertsälen Deutschlands. Zudem begleitete das Orchester 2009/10 den Geiger David Garrett auf einer 18tägigen Deutschland-Tournee und war im Mai 2010 erneut auf einer zehntägigen Tournee in Spanien unterwegs. Als weltweit einziges Liszt-Orchester gewann die Staatskapelle Weimar 2011 im Rahmen zahlreicher Festkonzerte zum 200. Liszt-Geburtstag ebenfalls weit über Thüringen hinaus gesteigerte Aufmerksamkeit. In der Spielzeit 2011/12 gab die Staatskapelle Weimar drei hochkarätige Konzerte im Großen Festspielhaus Salzburg und gastierte zudem u.a. in Villach, bei den Burghofspielen Eltville, den Kasseler Musiktagen, in der Kölner Philharmonie und in der Tonhalle Düsseldorf. In der Spielzeit 2012/13 stehen Gastkonzerte u.a. in London, Basel, Bayreuth und Wiesbaden, eine Tournee mit der Pianistin Olga Scheps sowie erneut eine Konzertreise nach Spanien auf dem Programm.

Neben seiner umfangreichen Konzerttätigkeit garantiert das derzeit aus 96 Musikern bestehende Orchester auch auf höchstem Niveau die Fortführung der großen spätromantischen Operntradition am Deutschen Nationaltheater Weimar / Staatstheater Thüringen. Die Staatskapelle Weimar trägt wesentlich dazu bei, dass zahlreiche Opernproduktionen, darunter diverse Uraufführungen und vor allem der »ring in weimar« deutschlandweit Aufsehen und Interesse erregen.

Seit Beginn der Spielzeit 2009/10 steht der international renommierte schwedische Dirigent Stefan Solyom als Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar an der Spitze des einzigen A-Orchesters des Landes Thüringen.

 Biografie Johanni van Oostrum:    Johanni van Oostrum 1

 

Die Sopranistin Johanni van Oostrum gab ihr Debüt an der Oper in Amsterdam als Marschallin (Der Rosenkavalier), und sang an den Opernhäusern in Tallinn, Brünn, Enschede und Maastricht sowie an der Bayerischen Staatsoper, der Komischen Oper Berlin und am Deutschen Nationaltheater Weimar.

Hierbei arbeitete sie u.a. mit dem Dirigenten Sir Simon Rattle, Ed Spanjaard, Jan Willem de Vriend, Vello Pähn, Henrik Nánási, Stefan Solyom, die Regisseure Harry Kupfer und Tobias Kratzer und mit Hans Schavernoch zusammen. Johanni van Oostrum ist in Partien wie der Gräfin in Mozarts Hochzeit des Figaro, der Marschallin im Rosenkavalier von Richard Strauss, der Katja in Katja Kabanova von Leoš Janáček und der Elsa in Lohengrin sehr gefragt.

Johanni van Oostrum wurde in Südafrika geboren und studierte an der Universität von Pretoria. Bei der Kammersängerin Mimi Coertse schloss sie ein weiterführendes Studium an und war zudem Mitglied des Black Tie Opernstudios. Die Sängerin ist mehrfache Preisträgerin Internationaler Gesangswettbewerbe, wie etwa des Ruth Lopin Nash Preises im Jahr 2009 beim „Wettbewerb für Oratorium“ in New York und im Jahr 2005 des ersten Preises beim „Erna Spoorenberg Wettbewerb“ in den Niederlanden. 

In der aktuellen Spielzeit ist sie unter anderem als die Herzogin von Chicago in Kálmáns gleichnamiger Operette, Micaela (Carmen) und als Antonia (Hoffmanns Erzählungen) an der Komischen Oper Berlin zu erleben.

 

 

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