Freitag, 5. April 2019, 20 Uhr

Das Zentrum, Europasaal

M. Steger & G.A.P. Trio

Maurice Steger, Blockflöte

G.A.P. Trio:

Emilio Percan, Barockvioline

Oriol Aymat Fuste, Barockvioloncello

Luca Quintavalle, Cembalo

Georg Friedrich Händel

Triosonate F-Dur op. 2 Nr. 4

Guiseppe Sammartini

Sonate g-Moll Nr. 14 "Parma" f. Blockflöte und B.c.

Jean Baptiste Barrière

Sonate D-Dur Nr. 2 aus Livre VI f. Cembalo

Nicolo Fiorenza

Triosonate d-Moll

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Giovanni Antonio Piani

Sonate G-Dur op. 1 Nr. 4 f Violine und B.c.

Johann Adolf Hasse

Cantata D-Dur f. Blockflöte und B.c.

Antonio Vivaldi

Concerto D-Dur f. Blockflöte, Violine und B.c.

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Foto © Molina Visuals

   

Als „Paganini der Blockflöte“ und „The world’s leading recorder player“ wird er gepriesen – Maurice Steger gehört heute zu den angesehensten Blockflötisten, Dirigenten und Musikpädagogen auf dem Gebiet der Alten Musik. Sein Publikum begeistert er in verschiedenen Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Maurice Steger ist ein ungemein charismatischer Musiker, spontan, mitreißend und voller Energie. Dem „Hexenmeister der Blockflöte“ gelang es dank seiner lebendigen Art, seiner intensiven Tongebung, und einer staunenswerten Technik, die Blockflöte in ihren faszinierenden Formen als Instrument neu zu positionieren. Der ihm 2015 verliehene ECHO Klassik als „Instrumentalist des Jahres“ bestätigt seinen Erfolg.

Regelmäßig kann man ihn – sei es als Solist, Dirigent oder in Doppelfunktion – mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, den Violons du Roy aus Kanada oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Musikkollegium Winterthur und der NDR Radiophilharmonie erleben.

Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern wie Hille Perl, Lee Santana, Naoki Kitaya, Mauro Valli, Sebastian Wienand, Fiorenza de Donatis, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder auch dem jungen französischen Cembalisten Jean Rondeau widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. Neben der Alten Musik setzt er sich zudem auch mit neuen Konzertformen und zeitgenössischen Kompositionen auseinander.

Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Das traditionellen Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein.

Besonders wichtig ist ihm auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedensten Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des „Tino Flautino“, um die Kleinsten zu einem spielerischen Einstieg in die klassische Musik einzuladen. Als neuestes Musikmärchen entwarf er „Pinocchio und der Flötenspieler“.

Zahlreiche preisgekrönte, thematisch höchst fantasievoll konzipierte CD-Einspielungen bei harmonia mundi, wie beispielsweise ‚Mr. Corelli in London’, ‚Una Follia di Napoli’, ‚Vivaldi: Concerti per flauto’, ‚Telemann: Blockflötenwerke’ mit The English Concert, I Barocchisti und der Akademie für Alte Musik Berlin, belegen seit Jahren den singulären Rang dieses Künstlers. Im Herbst 2016 erschien ‚Souvenirs d‘Italie‛ mit verschiedenen Werken aus den Manuskripten des Grafen von Harrach. Im Mai 2018 ist ein Duo Album mit Nuria Rial begleitet vom Kammerorchester Basel mit italienischen Meisterstücken erscheinen und das Programm wurde ebenfalls im Konzert präsentiert.

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Foto © Iva Dimeska

   

„Das ist eine exzellente CD, eigentlich die beste Barock-CD, die ich seit langem gehört habe.“

Mit diesen Worten endet die Kritik im weltweit größten Internet-Musikportal „Web Music International" und verleiht der „Affettuoso"-CD im September 2012 den Titel „CD des Monats“.

Ein italienischer Geigenvirtuose des 18. Jahrhunderts, Giovanni Antonio Piani, steht mit den Initialen seines Namens Pate für das im Jahr 2011 gegründete G.A.P. Ensemble. Dessen drei Mitglieder eint das gemeinsame Interesse am Werk des heute nahezu unbekannten Komponisten. Anfang 2012 haben sie die CD „Affettuoso“ bei dem Label Onxy classics vorgelegt, auf der – als Ersteinspielung – mehrere Sonaten von Piani solchen seiner Zeit-genossen Geminiani und Händel gegenüber gestellt werden. Die Aufnahme wurde von der Presse einhellig gelobt.

Das junge G.A.P. Ensemble besteht aus ausgezeichneten Musikern mit führenden Positio-nen in den wichtigsten Barockorchestern Europas. Die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Viktoria Mullova, Daniel Hope, Christophe Rousset und Edita Gruberova sowie Auftritte in einigen der bedeutendsten Konzertsäle der Welt, u.a. Berliner Philharmonie, Teatro Colon Buenos Aires, Tokyo Opera City Center Hall, Palau de la Musica Barcelona, sind nur ein Teil der Erfahrungen, die die Mitglieder in die Zusammenarbeit einbringen. Seit 2013 arbeitet das Ensemble eng mit der italienischen Sopranistin Raffaella Milanesi zusammen - eine frucht-bare Kooperation, die im Frühjahr 2014 in die Einspielung des „Dialoghi"-Projekts mündete, die Weltersteinspielungen von Kantaten von Piani, Caldara und Alessandro Scarlatti präsentierte und ebenfalls mit einhelligem Kritikerlob bedacht wurde.

Soeben erschien die dritte CD des G.A.P. Ensembles mit Violinsonaten Antonio Vivaldis, die dieser seinem Freund Johann Georg Pisendel zueignete, der als Konzertmeister der Sächsischen Hofkapelle in Dresden und Violinvirtuose zu Weltruhm gelangte.

Emilio Percan musiziert seit Juni 2006 als Konzertmeister und Solist verschiedener europäischer Orchester, darunter l’ arte del mondo, Kölner Akademie und Compania di Punto. Dabei hat er mit Künstlern wie Daniel Hope (Doppelkonzerte), Simone Kermes, Edita Gruberova, Daniel Müller-Schott und Chen Reiss u.a. zusammen gearbeitet. Emilio Percan gastierte in ganz Europa sowie in Südamerika (Teatro Colón, Buenos Aires), Japan, China, Kirgistan, Israel und den USA. 2013 führte ihn eine Tournee mit Konzerten für zwei Violinen mit der Geigerin Viktoria Mullova durch Europa und 2014 gab er eine Reihe von Konzerten und Meisterkursen in der Ukraine, Kirgistan und Russland, u.a. am Tschaikowsky-Konservatorium Moskau, Konservatorium St. Petersburg sowie am Gnesin Institut Moskau. Seinen ersten Violin-Unterricht erhielt Emilio Percan mit sieben Jahren im mazedonischen Skopje. Eine Meisterklasse der ehemaligen Kogan-Schülerin Isabela Golovina beeindruckte ihn so sehr, dass er seit 1999 bei ihr in Moskau studierte. 2001 kam Emilio Percan schließlich an die Folkwang-Musikhochschule Essen, wo er die Fächer Violine bei Prof. Pieter Daniel (ein Schüler Henryk Szeryngs und Dorothy Delays), Kammermusik bei Prof. Dirk Mommertz (Fauré-Klavierquartett) und Barockvioline bei Stephan Schardt (Musica Antiqua Köln) studierte.

Der in Katalonien geborene Cellist Oriol Aymat Fusté war von 2010 bis 2015 erster Cellist des Ensembles l’ arte del mondo. Als Barockcellist ist er ferner in Orchestern wie Elbipolis Barockorchester und Vespres d’Arnadí tätig und musiziert regelmäßig mit dem Geiger Emilio Percan, dem Cembalisten Dani Espasa sowie dem Ensemble Le Tendre Amour. Als moderner Cellist ist er Mitglied des Orchesters Camerata XXI. und konzertiert kammermusikalisch mit den Ensembles Manén, Montsant und TRI@angle sowie mit dem Pianisten und Komponisten Albert Guinovart. Als engagierter Interpret zeitgenössischer Musik wurde Oriol Aymat von Festivals wie Nous Sons, Trenkart und Contemporànica eingeladen. Darüber hinaus arbeitet er für führende Persönlichkeiten der katalanischen Popmusikszene wie Sílvia Pérez Cruz und Lídia Pujol und ist Mitglied der Band Blaumut. Oriol Aymat Fusté studierte bei Leonid Gorokhov an der Yehudi Menuhin School in Surrey, bevor er nach Deutschland kam, um seine Studien an der Essener Folkwang-Musikhochschule bei Young-Chang Cho. fortzusetzen. Sein musikalisches Talent wurde u.a. von der Pau Casals- und der Alexander von Humboldt-Stiftung mit Stipendien honoriert. Er war Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe (Germans Claret, Lions Club, European Youth Cello Competition u.a.). Oriol Aymat kreiert und interpretiert Musik für Film, Theater und Tanz; er hat an verschiedenen Choreographien von Lenka Bartunkova und anderen Projekten mit den Kompanien Theater an der Ruhr und La Invenció Teatre teilgenommen.

Der Cembalist Luca Quintavalle hat mit Orchestern wie I Virtuosi delle Muse, Acadèmia 1750, Montis Regalis, Les Talens Lyriques, Harmonie Universelle, I'arte del mondo, dem Balthasar Neumann Ensemble, sowie dem Gürzenich Orchester und Kölner Kammerorchester zusammen gearbeitet. Er ist in großen deutschen Konzertsälen, u.a. Tonhalle Düsseldorf, Festspielhaus Baden-Baden, Herkulessaal München oder Berliner Philharmonie, sowie in Israel, Japan, Russland und den USA aufgetreten. 2011 war Luca Quintavalle mit großem Erfolg Alessandro de Marchis Assistent bei Händels „Rinaldo“ an der Kölner Oper. Ende 2014 spielte er an der Opéra Garnier Händels „Alcina“ unter der Leitung von Christophe Rousset. Es liegen Einspielungen bei den Labels Deutsche Harmonia Mundi, Deutsche Grammophon, Capriccio, Onyx und Hyperion vor. Luca Quintavalle studierte Klavier bei Ernesto Esposito und Cembalo bei Giovanni Togni in Como. Als Stipendiat des DAAD schloss er sein Studium bei Christian Rieger an der Essener Folkwang-Musikhochschule mit dem Konzertexamen ab. Daneben besuchte er Kurse von Kristian Bezuidenhout, Jesper Christensen, Andrea Marcon, Stefano Demicheli, Christophe Rousset und Andreas Staier. 2007 gewann er beim Basso Continuo-Wettbewerb „G. Gambi“ in Pesaro den ersten Preis.