Mittwoch, 18. Oktober 2017, 20 Uhr

Das Zentrum, Europasaal

Akademie für Alte Musik Berlin

Solistin: Amadine Beyer, Solo-Violine

 

Jan Dismas Zelenka:

Hipocondrie à 7 Concertanti in A-Dur, ZWV 187 für 2 Oboen, Fagott, Streicher und b.c.

Johann Friedrich Fasch:

Sinfonia in g-Moll, FaWV M:g1 für Streicher und b.c.     

Jan Dismas Zelenka:

Sinfonia à 8 Concertanti in a-Moll, ZWV 189 für 2 Oboen, Fagott, Streicher und b.c.

Antonia Vivaldi:

Le quattro stagioni 

"Il cimento dell'Armonia e dell'Inventione", op. VIII

      

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Biografie: Amandine Beyer

 Amandine Beyer begann im Alter von vier Jahren mit dem Erlernen der Blockflöte und der Violine am Konservatorium ihrer Heimatstadt. 1990 wechselte sie ansPariser Konservatorium, wo sie 1994 ihre Studien mit großem Erfolg abschloss. 1995 kam sie zuChiara Banchinian dieSchola Cantorum Basiliensisund nahm dort das Studium derBarockviolineauf. Hier erhielt sie 1999 ihr Solistendiplom. In ihrer Basler Zeit studierte sie Musikwissenschaften und legte eine Diplomarbeit überKarlheinz Stockhausenvor.

Seit 1997 spielte Amandine Beyer regelmäßig in Chiara Banchinis „Ensemble 415“, später in den verschiedenen Formationen von Jordi Savall und als Konzertmeisterin in „Le Concert Français“ unter Pierre Hantaï, „La Fénice“ unter Jean Tubéry, oder sie tritt als Solistin mit dem „Ensemble Café Zimmermann“ unterPablo Valetti auf. Sie spielt gelegentlich mit Giuliano Carmignola die Konzerte für zwei Violinen von Vivaldi.

Sie ist Mitbegründerin verschiedener Kammerensembles wie den „Les Cornets Noirs“ oder der „L’Assemblée des honestes curieux“, mit denen sie 1998 den Premio Bonporti in Rovereto errang. 2001 gewann sie den Antonio-Vivaldi-Wettbewerb für Barockvioline in Turin. 2006 trat sie zum ersten Mal mit ihrem eigenen Kammerorchester „Gli Incogniti“ in Erscheinung und erhielt beste Kritiken und Schallplattenpreise für ihre Vivaldi- und Bach-Einspielungen.

Seit 2000 ist sie Gast bei Barockmusik-Festspielen in ganz Europa zu hören, sowohl als Solistin als auch als Kammermusikpartnerin verschiedener anderer Solisten und Ensembles.

Amandine Beyer ist Professorin für Barockvioline an der Escola Superior de Música e das Artes do Espectaculo in Porto und unterrichtet bei verschiedenen Meisterkursen. Seit September 2010 leitet sie, gemeinsam mit Leila Schayegh, die Klasse für Barockvioline an der Schola Cantorum Basiliensis.

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Orchesterbiografie:   Akademie für alte Musik

1982 in Berlin gegründet, gehört die Akademie für Alte Musik Berlin (kurz Akamus) heute zur Weltspitze der historisch informiert spielenden Kammerorchester und kann auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte verweisen. Die internationale Bedeutung des Orchesters zeigt sich in der Vielzahl seiner Gastspiele im In- und Ausland. Regelmäßig gastiert das Ensemble in allen musikalischen Zentren Europas, Asiens, sowie Nord- und Südamerikas. Konzert-Tourneen führen das Orchester 2016 u.a. nach Buenos Aires und nach Japan, 2017 in die USA.

Seit 1984 gestaltet das Ensemble eine eigene Aboreihe im Konzerthaus Berlin und ist seit 1994 regelmäßiger Gast an der Berliner Staatsoper. 2012 begann zudem eine eigene Konzertreihe im Münchner Prinzregententheater. Akamus präsentiert sich mit rund 100 Auftritten pro Jahr in Besetzungsgrößen vom Kammerensemble bis zum sinfonischen Orchester. Das Ensemble musiziert unter der wechselnden Leitung seiner Konzertmeister Stephan Mai, Bernhard Forck und Georg Kallweit sowie ausgewählter Dirigenten.

Besonders mit René Jacobs verbindet das Ensemble eine enge künstlerische Partnerschaft, aus der zahlreiche gefeierte Opern- und Oratorienproduktionen hervorgegangen sind. Zuletzt wurden vor allem die gemeinsamen Interpretationen von Mozarts Entführung aus dem Serail und der Zauberflöte sowie von J. S. Bachs Matthäus- undJohannes-Passion international hoch gelobt und mit Preisen ausgezeichnet.

Zu weiteren dem Ensemble verbundenen Dirigenten zählen Marcus Creed, Daniel Reuss, Hans-Christoph Rademann, in den kommenden Spielzeiten werden Emmanuelle Haïm, Bernard Labadie, Paul Agnew oder Rinaldo Alessandrini das Orchester leiten.

Hervorzuheben ist die kongeniale Kooperation mit dem RIAS Kammerchor, von deren Qualität zahlreiche preisgekrönte Aufnahmen zeugen. Mit international renommierten Solisten wie Isabelle Faust, Andreas Staier, Alexander Melnikov, Anna Prohaska, Werner Güra und Bejun Mehta arbeitet Akamus regelmäßig zusammen. Gemeinsam mit der Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests entstanden Erfolgsproduktionen wie Dido & Aeneas (Musik: Henry Purcell) undMedea (Musik: Pascal Dusapin).

Weit über eine Million verkaufte Tonträger sind Ausdruck des internationalen Erfolgs des Orchesters. Die seit 1994 exklusiv für das Label harmonia mundi France produzierten Aufnahmen wurden mit allen bedeutenden Schallplattenpreisen ausgezeichnet, darunterGrammy AwardDiapason d’OrCannes Classical AwardGramophone AwardEdison AwardMIDEM Classical Award und der Choc de l’annéesowie der Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Zuletzt erschienen Händels Water Music, Mendelssohns Elias unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann sowie J. S. Bachs Johannes-Passion unter der Leitung von René Jacobs.

2006 erhielt das Orchester den Telemann Preis der Stadt Magdeburg, 2014 die Bach Medaille der Stadt Leipzig und den ECHO Klassik.