Sonntag, 12. November 2017, 17 Uhr

Das Zentrum, Europasaal

Stuttgarter Kammerorchester

David Gazarov Trio

 

David Gazarov, Klavier

Mini Schulz, Bass

Obi Jenne, Schlagzeug

Fola Dada, Gesang

                       

Great American Songbook (arrangiert für Kammerorchester)

 

 

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Biografie: Stuttgarter Kammerorchester

Das im Jahr 1945 gegründete Stuttgarter Kammerorchester ist eines der renommiertesten Ensembles seiner Art und nimmt seit nun mehr 70 Jahren einen herausragenden Platz in der internationalen Orchesterlandschaft ein. Seit der Saison 2013/2014 ist Matthias Foremny Chefdirigent des Orchesters. Er übernahm die Position von Michael Hofstetter, der dieses Amt von 2006 bis 2013 innehatte.

 

David Gazarov Trio

 

Das Trio um David Gazarov, den begnadeten, erstklassigen Pianisten, der sowohl in der Klassik als auch im Jazz zu Hause ist, löst seit einiger Zeit mit seinem neuen Bach-Jazz-Konzept „Bachology“ eine Welle der Begeisterung aus. Der gleichzeitig mutig-fröhliche als auch verantwortungsvolle Umgang mit den Stücken des Meisters, raffiniert und einzigartig eingebettet in den Jazzkontext, findet mit dem gleichnamigen Album seine Verewigung auf einem Tonträger.

Das 2013 von Gazarov formierte Trio mit Mini Schulz am Bass und Obi Jenne am Schlagzeug wurde genau dafür gegründet: Um die Bach-Jazz-Beziehung in einer bisher nicht dagewesenen, innovativen Art und Weise zu beleuchten. Für David Gazarov war es wichtig, zwei Musiker als Mitstreiter auszuwählen, die ebenfalls mit Klassik und Jazz bestens vertraut sind. Mit Mini Schulz und Obi Jenne hat er eben diese Partner gefunden, die gleichermaßen zu den Besten ihres Fachs gehören und wie er über die Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten aus Jazz, Klassik und Pop verfügen.

Bei Auftritten in ganz Deutschland, von der Berliner Philharmonie angefangen, über das Leipziger Bachfest bis hin zum Rheingau Musikfestival und Konzerten in so einigen renommierten Jazzclubs, so wurden David Gazarovs „Bachology“ und sein Trio seit dessen Gründung von der Presse und vor allem vom Publikum begeistert und mit stehenden Ovationen gefeiert.

 

David Gazarov, Klavier

Der in Jazz und Klassik ausgebildete und in Zagreb und München lebende Musiker DAVID GAZAROV gehört inzwischen zu den beeindruckendsten Pianisten seiner Generation, der immer wieder mit durch seine hohe Improvisations-, Innovations- und Ausdruckskraft, seine atemberaubende Virtuosität und seine Anpassungsfähigkeit an andere Stile verblüfft. Letztere macht aus David Gazarov einen im wahrsten Sinne des Wortes einzigartigen Musiker, der wie kaum ein anderer die beiden oft konträren Welten Klassik und Jazz zu vereinen vermag. Für den einen Kritiker ist er der neue Friedrich Gulda, für den anderen Vladimir Horowitz und Art Tatum in einem. Martin Drew, der 30 Jahre lang Oscar Peterson’s Drummer war und bis zu seinem Tod 2011 immer wieder mit David zusammenspielte, nannte Gazarov schlicht einer der größten Jazzpianisten unserer Zeit.
Zahlreiche Auszeichnungen aus seiner Studienzeit in Moskau, darunter erste Preise beim Wettbewerb der UDSSR, zeugen vom ungewöhnlichen Talent des 1965 in Baku (Aserbaidschan) geborenen Pianisten. Wie seine berühmte Kollegin Aziza Mustafa Zadeh studierte er bei der Schostakowitsch‘ Schülerin Elmira Nasirowa klassisches Klavier und Komposition – nachdem er bereits als Vierjähriger seine Ausbildung als Konzertpianist begonnen hatte. 
Bei seinem Vater aber, der eine Big Band leitete, lernte David schon sehr früh Jazzpiano. Jazz war damals offiziell verboten, sodass es viel Mut und Einfallsreichtum brauchte, um Stücke von Dizzy Gillespie oder Miles Davis aufzuführen. Es gab damals auch weder Noten noch Schallplatten des Genres zu kaufen. Der junge David hörte heimlich die Sendung Voice of America im Radio und spielte die Jazzstücke ausschließlich nach Gehör nach.
Nach der Auflösung der Sowjetunion ging David Gazarov nach Moskau, wo er in der renommierten Talentschmiede Gnessin-Institut sein Musikstudium fortsetzte und beendete.

Seit 1991 lebt Gazarov u.a. in München, wo er anfangs als Barpianist im Bayerischen Hof arbeitete, dort eine eigene Reihe mit Jazzkonzerten ins Leben rief und an einigen Rundfunkmitschnitten für den Bayerischen Rundfunk mitwirkte. Für sein vielseitiges Engagement wurde der Pianist 1999 mit dem Staatlichen Förderpreis für junge Künstler des Freistaates Bayern ausgezeichnet.

Seit 2000 entwickelte er sich zudem zu einem Spezialisten für Klassik-Jazz-Crossover und spielte mehrere CDs ein, beispielsweise mit dem Klarinettisten Karl-Heinz Steffens (Lush Life) und als Solist mit den Bamberger Symphonikern (Gershwin meets Renaissance). Auch mit seinem Trio veröffentlichte Gazarov bereits mehrere Alben.

David Gazarov trat und tritt immer noch regelmäßig mit internationalen Jazzgrößen wie Chuck Israels, Johnny Griffin, Bill Goodwin, Alvin Queen, Niels-Henning Orsted Pedersen, Charlie Antolini, Jiggs Whigham und Keith Copeland auf. Soloauftritte führten ihn zudem zum Montreux Jazz Festival oder zu den jazzopen Stuttgart. Aber er erhielt auch Einladungen zu den Wagner-Festspielen in Bayreuth, dem Würzburger Mozartfest und dem von Daniel Barenboim ausgerichteten Internationalen Kammermusikfestival in Jerusalem.

Für knapp zwei Jahre war David Gazarov festes Mitglied des renommierten und vielfach ausgezeichneten Crossover-Trios Klazz Brothers. Dessen Auftritt bei den Dresdner Jazztagen, bei denen David Gazarov und die Klazz Brothers die Jazzarrangements von Chopins Werken vorstellten, fand größte Anerkennung von dem anwesenden Jacques Loussier. Als letzterer dann Ende 2011 seine Konzertreise kurzfristig absagen musste, gelang es Gazarov in Windeseile, weitere Fans für sich zu gewinnen.

Seiner Vorliebe, Jazz und Klassik auf höchstem Niveau miteinander zu vereinen, geht er nun seit 2013 verstärkt mit seinem Trio (zusammen mit Mini Schulz und mit Meinhard „Obi“ Jenne) und dem „Bachology“ Projekt nach.

 

Mini Schulz, Bass

Schulz war langjähriges Mitglied des Stuttgarter Kammerorchesters und u.a. Solobassist im Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele. Er ist seit 2006 ordentlicher Professor an der Musikhochschule Stuttgart für Jazz/Pop -Bass. Als künstlerischer Leiter des Jazzclubs BIX sowie der Scala Ludwigsburg ist er ebenso bekannt wie durch die Zusammenarbeit als Musiker mit Laurie Anderson, Stephane Grapelli, Dino Saluzzi, Lou Reed, Steve Gadd, Lang Lang, Dee Dee Bridgwater, Helen Schneider, dem David Gazarov Trio und dem Peter Lehel Quartett. Er ist kulturpolitisch u.a. als Vizepräsident des Landesmusikrats Baden-Württemberg und in der Bundesversammlung Jazz engagiert.

 

Obi Jenne, Schlagzeug

Jenne ist nach dem klassischen Schlagzeugstudium an der Musikhochschule Trossingen und Stationen in den Orchestern des Mannheimer Nationaltheaters sowie als Akademist bei den Berliner Philharmonikern Genre-übergreifend als Schlagzeuger tätig. Er ist Leiter des Stuttgart Jazz Orchestra, der Porsche Big Band, der Band in the Bix, der Soul Diamonds und Drummer der German Jazz Masters mit Klaus Doldinger, Wolfgang Dauner, Manfred Schoof und Wolfgang Schmid sowie den Bands von Helen Schneider und eben David Gazarov. Außerdem spielte er mit Größen wie Benny Golson, Art Farmer, Katie Melua, Chaka Khan, Chuck Berry, Till Brönner, Curtis Stigers und vielen mehr. 

Fola Dada, Gesang 

Fola Dada 2012

 

Es wäre einfach von Vorne zu beginnen. Jetzt, findet das Wichtige in Fola Dadas Leben statt. Sie ist eine erfolgreiche Sängerin. Sie lehrt an mehreren Hochschulen und sie ist Chefin ihrer eigenen Gesangschule. Sie liebt den Jazz genauso wie sie den Afrobeat Nigerias, der Heimat ihres Vaters, liebt oder die alten Blues- und Soul-Schallplatten ihrer deutschen Mutter und das macht ihre Stärken aus: Vielseitigkeit und Authentizität. Sie liebt auch ihre Heimatstadt Stuttgart und ist inzwischen weit über die Grenzen des Kessels eine angesehene Musikerin. Ob Soul, House, Pop, Reggae, deutsch oder englisch sie besitzt die Gabe in fast jeder Stilistik zu Hause zu sein. Sie auf der Bühne zu erleben ist wundervoll, ihre Kunst ist es, sich in die Menschen hinein zu singen.

Ihre Karriere begann als Stepp-Tänzerin. Fred Astaire und Co verzauberten die 7 jährige Fola und führten sie über den Stepptanz schon sehr früh zum Jazz. Viele Jahre später wurde aus der Tänzerin die Sängerin und eine Band folgte der nächsten, bis das Musikstudium in Mannheim sie fesselte. Die Bands wurden größer und berühmter und kurz nach dem Studium wurde sie Vocalcoach bei Europas erfolgreichster Castingshow. 6 Staffeln sollte diese Liaison dauern und sie zum einzig logischen Schluß bringen, eine eigene Schule zu eröffnen. Im Stimmwerk kann sie nun ihren Schülern mit viel Zeit, Herz und Nachhaltigkeit die Faszination des Singens auf ihre Weise näher bringen. In Stuttgart, Nürnberg und Freiburg bereichert Fola Dada die Musikhochschulen mit ihrem Knowhow und wird nicht müde neue Konzepte und individuelle Ideen in den Lehrplan einzubauen. Ob es um die eigene Musik oder die Ausbildung von Studenten, Profis, Castingshow-Kandidaten oder Hobbysängern geht, Fola Dada ist immer präsent und holt das Beste aus sich und ihrem Gegenüber heraus. Sie ist fasziniert von der menschlichen Stimme und die Arbeit mit und an diesem facettenreichen Instrument erfüllt ihr Leben.