Sonntag, 4. Februar 2018, 17 Uhr

Das Zentrum, Europasaal

Klavierquintett

Tianwa Yang, Violine

Franziska Hölscher, Violine

Nimrod Guez, Viola

Danjulo Ishizaka, Violoncello

Severin von Eckardstein, Klavier

 

Mieczyslaw Weinberg:

Klavierquintett in f-Moll. op. 18

       ***                              

Antonin Dvořák:

Klavierquintett Nr. 2 in A-Dur op. 81

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Biografien:

FRANZISKA HÖLSCHER, VIOLINE   -     franziskahoelscher.com/vita

 

Franziska Hölscher, geboren in Heidelberg, begann im Alter von 5 Jahren mit dem Violinspiel. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Ulf Hoelscher und

Thomas Brandis in Karlsruhe und Lübeck. 2013 schloss sie ihr Studium bei Nora Chastain in Berlin ab. Weitere wichtige Anregungen erhielt sie

von Ana Chumachenko, Rainer Kussmaul, Gerhard Schulz und Donald Weilerstein.

1999 machte sie auf sich aufmerksam, als sie im Alter von 17 Jahren den 1. Preis beim internationalen Rundfunkwettbewerb in Prag erhielt. 2

Jahre später debütierte sie an der Seite von Martha Argerich und konnte Publikum und Presse überzeugen. Inzwischen ist sie regelmäßiger Gast

bei allen bedeutenden deutschen Musikfestivals und gehört zu den gefragtesten Geigerinnen der jungen Generation.

Sie ist Trägerin des Kulturpreises der Stadt Karlsruhe, des Marie-Luise Imbusch Preises und des Preises des Oberstdofer Musiksommers. Auf

ihrem Weg wird sie von der Studienstiftung des deutschen Volkes, von der Deutschen Stiftung Musikleben, der Stiftung „villa musica“ Rheinland-Pfalz

und dem Deutschen Musikrat mit Stipendien unterstützt. 

Ihre große Leidenschaft gilt der Kammermusik- so ist sie Kammermusikpartnerin von Martha Argerich, Mojca Erdmann, Ivry Gitlis, Marie-Elisabeth

Hecker, Martin Helmchen, Maximilian Hornung, Robert Levin, Sebastian Manz, Nils Mönkemeyer, Christian Poltéra, Gustav Rivinius, Julian Steckel,

Severin von Eckardstein und Antje Weithaas. Sie ist sowohl als Solistin als auch kammermusikalisch regelmäßig zu Gast bei der Bachwoche Ansbach,

den Schwetzinger Festspielen, dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, dem Kissinger Sommer, der Schubertiade Schwarzenberg, dem

Rheingau Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg- Vorpommern, beim „Heidelberger Frühling“ und konzertiert mit führenden Orchestern Deutschlands

in der Kölner und Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, der Stuttgarter Liederhalle, der Tonhalle Zürich,

dem Palais des Beaux Arts Brüssel, im Musikverein Wien und im Rudolfinum Prag. Konzertreisen führen sie durch ganz Europa, Asien und in die USA.

Rundfunk- und Fernsehaufnahmen bei sämtlichen deutschen Rundfunkanstalten und dem italienischen, tschechischen und japanischen

Fernsehen dokumentieren ihr solistisches und kammermusikalisches Können. Zudem trat sie in der Sendereihe „Musikdebüt“ des SWR

Fernsehens auf, ihre Debüt CD wurde ebenfalls vom SWR produziert.

Darüber hinaus engagiert sie sich für das von Lars Vogt initiierte Projekt „Rhapsody in School“ und ist aktives Mitglied der Yehudi Menuhin

Stiftung „Live music now“. In der kommenden Saison wird sie zu Gast beim Schleswig-Holstein Musikfestival und bei der Bachwoche Ansbach sein,

wird Debüts im Concertgebouw sowie im Muziekgebouw Amsterdam und der Essener Philharmonie geben und wird u.a. in den Muziekgebouw Eindhoven,

ins Palais des Beaux-Arts Brüssel, ins Bayer Kulturhaus Leverkusen und in die Berliner Philharmonie zurückkehren. Gemeinsam mit dem Pianisten

Benjamin Moser und Chaussons Doppelkonzert unternimmt sie eine ausgedehnte Tournee durch Deutschland und die Schweiz, begleitet

vom ARD-preisgekrönten Gémeaux Quartett. Darüber hinaus ist sie in verschiedenen Kammermusikformationen mit den Pianisten Martin

Helmchen und Lauma Skride, den Bratschisten Veronika Hagen und Nils Mönkemeyer, den Cellisten Marie-Elisabeth Hecker und Maximilian

Hornung sowie der Sopranistin Sibylla Rubens zu hören. Mit dem Autor und Moderator Roger Willlemsen wird sie in einem musikalisch-literarischen

Programm zu erleben sein.

Mit Beginn der kommenden Spielzeit wird sie -gemeinsam mit ihrem langjährigen Duopartner Severin von Eckardstein- die künstlerische

Leitung der Kammermusikreihe "Klangbrücken" im Berliner Konzerthaus übernehmen.

Franziska Hölscher spielt eine moderne Geige des Pariser Geigenbauers Stephan von Baehr (2011).

 

 

Nimrod Guez, Viola

wurde 1977 in Afula im Jezreel-Tal in Galiläa, Israel, geboren. Im Alter von 7 Jahren erhielt er seinen ersten Geigenunterricht und hatte bis zu seinem 16. Lebensjahr Unterricht bei Nahum Lieberman, Ilona Feher, Shlomo Tintpulver und Chaim Taub. Mit 17 Jahren wechselte er zur Bratsche und wurde von Prof. Tabea Zimmermann unterrichtet, bei der er auch von 1996 bis 2001 an der Musikhochschule in Frankfurt am Main studiert hat. Danach studierte er Violine bei Prof. Nora Chastain und Viola bei Prof. Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck.

 

Nimrod Guez ist Stipendiat der American-Israel Foundation und gewann im Jahr 2001 den ersten Preis beim «AVIV» Viola Wettbewerb. 2005 wurde Nimrod Guez 1. Solo-Bratscher beim Leipziger Gewandhausorchester. 2007 wechselte er auf die gleiche Position beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. 2011 wurde er Professor für Viola an der Musikhochschule Würzburg.

 

Danjulo Ishizaka, Violoncello

Der 1979 in Bonn geborene Sohn deutsch-japanischer Eltern erhielt mit vier Jahren seinen ersten Cello-Unterricht. Nach frühen Studien als Jungstudent bei Hans Christian Schweiker und einem Gaststudium an der Indiana University in den USA, wechselte er 1998 an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ nach Berlin. Dort studierte er bis 2004 bei Boris Pergamenschikow, welcher einen entscheidenden Einfluss auf seine künstlerische und persönliche Entwicklung hatte. 2004 bis 2006 setzte er seine Studien bei Tabea Zimmermann in Berlin fort. Weiterhin nachhaltig geprägt wurde er durch Bernhard Greenhouse, György Kurtág, Menahem Pressler und das Amadeus-Quartett.

Nach bereits frühen Erfolgen mit 1. Preisen beim Internationalen „Gaspar Cassado“ Wettbewerb 1998 in Spanien und dem Internationalen Lutoslawski Wettbewerb 1999 in Warschau, erhielt Danjulo Ishizaka 2001 den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Dem anknüpfend folgte im Jahre 2002 der Gewinn des Grand Prix Emanuel Feuermann der Kronberg Academy und der Universität der Künste Berlin, welcher unter der Schirmherrschaft von Daniel Barenboim erstmalig zum 100. Geburtstag des legendären Cellisten ausgetragen wurde.

Der Beginn der internationalen Karriere Danjulo Ishizakas war das Debut unter der Leitung von Krzysztof Penderecki mit den Wiener Symphonikern im Wiener Musikverein. Seither konzertiert er weltweit mit Orchestern, wie dem Gewandhaus Orchester Leipzig, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem RSO Frankfurt, der Dresdner Philharmonie, den Bamberger Symphonikern, dem NHK Symphony Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra, den Prager Symphonikern, dem Baltimore Symphony Orchestra, dem Mariinsky Theater Symphony Orchestra, dem Royal und dem London Philharmonic Orchestra, dem BBC Philharmonic, dem Lucerne Symphony Orchestra, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Orchestre National de Belgique, dem Budapest Festival Orchester, der Academy of St. Martin in the Fields, sowie dem Zürcher und dem Münchener Kammerorchester.

Er arbeitete mit Dirigenten wie Gerd Albrecht, John Axelrod, Sir Andrew Davis, Christoph Eschenbach, Lawrence Foster, Michail und Vladimir Jurowski, Sir Roger Norrington, Christoph Poppen, Mstislaw Rostropovich und Leonard Slatkin.

Mit Rostropovich pflegte er eine enge Zusammenarbeit. Der legendäre Cellist beschrieb das Spiel von Danjulo Ishizaka mit den Worten: „phänomenal in seinem technischen Können, vollendet in seiner musikalischen Gestaltungskraft“.

In den Jahren 2007-2008 war Danjulo Ishizaka für das „New Generation Artists scheme“ von BBC Radio 3 ausgewählt, was zahlreiche Rundfunkproduktionen solo, mit Klavier, mit den fünf BBC Sinfonieorchestern sowie ein Debüt Recital in der Wigmore Hall London beinhaltete.

Danjulo Ishizaka ist regelmäßig Gast bei renommierten Festivals wie der Bachwoche Ansbach, dem Cellofestival in Kronberg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Penderecki Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Kissinger Sommer, dem Kammermusikfest Lockenhaus, BBC Proms, dem Verbier Festival, dem Luzern Festival, dem City of London Festival, dem Manchester Cello Festival, dem HongKong Arts Festival und den Osterfestspielen in Salzburg.

Regelmäßig konzertiert er in Europa, Asien und den USA, im März 2006 gab er sein Debüt in der Carnegie Hall New York.

Er konzertierte mit Künstlern wie Gidon Kremer, Lisa Batiashvili, Viviane Hagner, Tabea Zimmermann, Julia Fischer, Baiba Skride, Antje Weithaas, Veronika Eberle und Ray Chen, sowie dem Tokyo String Quartett und dem Pavel-Hass Quartett. Zu seinen regelmäßigen Klavierpartnern zählen José Gallardo, Martin Helmchen, Shai Wosner und Markus Schirmer.

Auf seiner Debüt CD bei SonyBMG spielte er Sonaten von Britten, Franck und Mendelssohn-Bartholdy zusammen mit dem Pianisten Martin Helmchen ein. Diese CD wurde im Jahr 2006 von der Deutschen Phono Akademie  mit dem „Echo Klassik“ ausgezeichnet.

In der vergangenen Saison 2012/13 gastierte Danjulo Ishizaka unter anderem mit dem London Philharmonic Orchestra, mit dem NHK Symphony Orchestra und Sir Roger Norrington, mit dem Orchestre National de Belgique und Hugh Wolff, mit der Opéra National de Paris und Philippe Jordan sowie mit dem l'Orchestre National des Pays de la Loire und John Axelrod.

Ende 2012 wurde er mit dem „Hideo Saito Memorial Fund Award“ ausgezeichnet, einem der bedeutendsten Musikpreise Japans, verliehen durch die Sony Music Foundation in Tokyo.

In 2013 und 2014 wird er neben zahlreichen Wiedereinladungen u.a. in der Philharmonie Berlin, dem Wiener Musikverein sowie dem Concertgebouw Amsterdam konzertieren und erstmals mit dem RSO Wien unter Krzysztof Penderecki, dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra unter Masahiko Enkoji und bei den Haydn Festspielen mit der Österreichisch-Ungarischen Haydn Philharmonie unter Adam Fischer debütieren. Im Frühjahr 2015 folgt eine Recital Tournee mit Shai Wosner in Zusammenhang mit der im Juni 2014 bei ONYX erscheinenden CD mit Werken von Grieg, Janacek und Kodály.

Er ist Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben, wie beispielsweise beim internationalen Penderecki Wettbewerb, beim Grand Prix Emanuel Feuermann, beim internationalen Schoenfeld Wettbewerb und dem internationalen Lutoslawski Wettbewerb.

Danjulo Ishizaka spielte von 2004 - 2014 das Stradivari Cello „Lord Aylesford“ (1696) der Nippon Music Foundation, früher gespielt von Gregor Piatigorsky und Janos Starker und wechselte Anfang 2014 auf das Stradivari Cello „Feuermann“ (1730) der Nippon Music Foundation, früher gespielt von dem legendären Cellisten Emanuel Feuermann unter später von Steven Isserlis. Außerdem spielt er das von Wolfgang Schnabl erbaute Cello, welches zuvor von Boris Pergamenschikow gespielt wurde, zur Verfügung gestellt von der Kronberg Academy.

Danjulo Ishizaka ist Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

 

SEVERIN VON ECKARSTEIN zählt zu den bedeutenden deutschen Pianisten seiner Generation und ist mit Solo- und Orchesterkonzerten längst auf den großen Podien der Welt zuhause.

Er gab viel beachtete und von der Presse oft hoch gelobte Konzerte beispielsweise in Berlin, München, Moskau, London, Paris, New York, Amsterdam, Hong-Kong, Tokyo und in Seoul. Regelmäßig ist er auch bei Musikfestivals zu hören, so mehrfach beim Klavier-Festival Ruhr, in Aldeburgh/UK, beim Gilmore Festival in Michigan/USA, und bei dem renommierten Festival in La Roque d'Anthéron, Frankreich, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Miami International Piano Festival, wo er 2009 das Eröffnungskonzert spielte. Er gastierte mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Philippe Herreweghe, Lothar Zagrosek und Marek Janowski; wichtige Debuts erfolgten u.a. 2007 mit dem Royal Concertgebouw Orchestra (Beethoven Klavierkonzert Nr. 5) unter Paavo Järvi, zuletzt im Frühjahr 2012 mit dem Dallas Symphony Orchestra (Prokofiev Klavierkonzert Nr. 3) und Jaap van Zweden am Pult. Regelmäßig werden seine Konzerte von großen Rundfunkanstalten aufgenommen und gesendet.

Als mehrfacher Gast bei der Reihe “Meesterpianisten” im Concertgebouw Amsterdam hat von Eckardstein 2012 das große Jubiläumskonzert dieser Reihe aus Anlass von deren 25-jährigem Bestehen eröffnet. Für 2014 ist er erneut eingeladen.

 

Der 1978 in Düsseldorf geborene Musiker ist Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe wie u.a. "Ferruccio Busoni" in Bozen (1998), dem "Leeds International Piano Competition" (2000), „José Iturbi“ in Valencia (2002), zudem Gewinner des ARD-Wettbewerbs in München (1999) und dem "Grand Prix International Reine Elisabeth" in Brüssel (2003). Mehrfach erhielt er Sonderpreise für die "Beste Interpretation zeitgenössischer Musik".

 

Mehrere Stiftungen und Gesellschaften, u.a. die Mozartgesellschaft und die Studienstiftung des Deutschen Volkes, haben ihn mit Stipendien ausgezeichnet. 2002 erhielt er den Europäischen Kulturförderpreis in Berlin und 2003 den Preis "Echo Klassik".

 

Die wesentlichen Impulse in seiner künstlerischen Ausbildung erhielt Von Eckardstein bei seinen Lehrern Prof. Barbara Szczepanska, Prof. Karl-Heinz Kämmerling und bei Prof. Klaus Hellwig, Universität der Künste, Berlin, wo er auch sein Konzertexamen ablegte. In einem zusätzlichen Studium an der International Piano Academy Lake Como, Italien, gewann er weitere Anregungen. Er erhielt Privatunterricht u.a. von Alfred Brendel, nahm an Meisterkursen mit Vitalij Margulis, Karl Ulrich Schnabel, Alicia de Larrocha, Leon Fleisher und Menahem Pressler teil, um nur einige zu nennen. Er selbst erteilte Meisterkurse in Südkorea und in Finnland.

 

Auch die Kammermusik hat in seinem Repertoire einen wichtigen Stellenwert. Dabei trat er in Festivals wie dem Kuhmo Chamber Music Festival, Finnland, und zusammen mit dem Cellisten Heinrich Schiff in dem Risør Chamber Music Festival, Norwegen, auf. Häufiger konzertierte er auch mit jüngeren, sehr renommierten Musikern wie Andrej Bielov, Barnabasz Kelemen, Franziska Hölscher, Judith Ermert, Danjulo Ishizaka und Nicolas Altstaedt.

Von Eckardsteins umfangreiches Repertoire umfasst Werke von der Barockzeit bis zur Musik des 21. Jahrhunderts, so hat er z.B. Werke heutiger Komponisten, insbesondere des amerikanischen Komponisten Sidney Corbett, uraufgeführt. Einer seiner Schwerpunkte ist die anspruchsvolle spätromantische Klaviermusik von weniger häufig gespielten Komponisten wie vor allem Nicolai Medtner.

 

Seine CD Aufnahmen, u.a. mit Werken von Medtner, Skrjabin und Schubert sind auf großes Interesse gestoßen. In 2013 ist eine weitere CD in SACD Technik mit besonders ausgewählten Wagner-Transkriptionen erschienen.